7 Gründe für professionelles Grafikdesign

Es gibt bestimmt einige Menschen, die sich vielleicht manchmal folgendes fragen: „Wieso brauche ich eigentlich eine Grafikerin bzw. einen Grafiker, wenn ich doch so viele tolle Tools auf meinem Computer habe, mit denen ich ganz einfach und schnell Grafiken machen kann?“. Ich möchte in diesem Blogpost ein paar gute Gründe für ein professionelles Grafikdesign bzw. Aspekte zum Nachdenken geben.

1. Visuelle Wahrnehmung – unser Sehsinn

Die visuelle Wahrnehmung passiert durch unseren Sehsinn und die gleichzeitige Aufnahme und Verarbeitung von visuellen Reizen. Es geht dabei nicht nur um die reine Aufnahme von neuen Informationen, sondern auch um das Verknüpfen mit vorhandenen Wissen und Informationen, der Extraktion und Interpretation von relevanten Informationen. In diversen Unterlagen findet man die Behauptung, dass davon ausgegangen werden kann, dass rund 80% der Wahrnehmungen visuell erfolgen.

2. Informationsüberflutung – Daten über Daten, Informationen über Informationen

Informationen sind heute leichter zugänglich als zuvor und sie vermehren sich täglich in rasanter Geschwindidkeit. So kommt es, dass 90% aller Daten der Welt in den letzten zwei Jahren generiert wurden (Loudhouse Consultancy, 2013). Sucht man im Internet nach Informationen, so ist man oft überfordert mit der Flut an Informationen, arbeitet sich durch viele Suchergebnisse und möchte in kürzester Zeit die wichtigsten Informationen finden. Hier kann die grafische Aufbereitung der Informationen enorm helfen, um UserInnen einige Sekunden oder Minuten länger auf meiner Website zu halten und vielleicht sogar zu regelmäßigen Besuchen verhelfen.

3. Herausheben – wie man sich bemerkbar macht

Wie macht man sich bzw. seine Informationen also innerhalb dieser Flut an Informationen sichtbar? Das richtige Aufbereiten und Visualisieren, sodass die Informationen einerseits auffallen, andererseits ästhetisch wirken und zusätzlich noch leicht verständlich sind, ist dabei das Um und Auf. Dabei gilt es grundlegende Designprinzipien zu beachten, eine starke visuelle Hierarchie zu erlangen, das heißt das Gewicht der einzelnen Elemente so zu unterscheiden, dass die BetrachterInnen durch die wichtigsten Informationen gelenkt werden.

4. Know How – Aufnahme und Verarbeitung von Informationen

Um Informationen visuell und leicht verständlich darzustellen ist es wichtig, ein Know How über die Aufnahme und Verarbeitung von Informationen durch den Menschen zu haben. Beachtet man bei der Gestaltung einige wichtige Prinzipien und Wahrnehmungshilfen so wird das Gestaltete leicht verständlich und besser aufgenommen und verarbeitet. Dadurch kommt es auch zu einer besseren Verankerung im Gedächtnis. Hier gibt es zahlreiche Erkenntnisse der Wahrnehmungspsychologie und der kognitiven Psychologie, die die grafische Aufbereitung der Informationen wesentlich beeinflussen.

5. Gestaltgesetze – Beachten grundlegender Prinzipien

Da die Sinneseindrücke, welche von den Menschen aufgenommen und verarbeitet werden sehr komplex sind, müssen diese nach gewissen Gesetzen vereinfacht und bewertet werden. Dies geschieht durch die Gestaltgesetze. Beachtet man diese Gestaltgesetze bei der Gestaltung, so kann man die grafischen Produkte optimal für die BetrachterInnen aufbereiten und sie werden verständlicher und einprägsamer.

6. Einprägsamkeit – durchdachte Gestaltung

Mit den vorangehenden Aspekten im Hinterkopf muss die Gestaltung eines grafischen Designs durchdacht werden und für die BetrachterInnen optimal visuell aufbereitet werden. Durch die Planung und Strukturierung eines Designs wird dieses einprägsamer und leichter zu verarbeiten. Dadurch wird es auch automatisch merkbarer und leichter abrufbar.

7. Stimmigkeit – durchgängiges Konzept

Durch die Diversität der Medien und Anwendungen, in welchen das grafische Design eingesetzt werden kann, braucht man ein stimmiges Konzept, welches durchgängig ist und sich entsprechend anpasst. Durchgängigkeit in Farbe, Form, Typografie, etc. ist essentiell.

Quellen

Loudhouse Consultancy: Predicting the future of predictive analytics; December 2013

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